Der Vorstand der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa soll den Journalisten des Wirtschaftsressorts die Benutzung des Wortes "Stagnation” verboten haben. Die Tageszeitung Jornal de Negócios schreibt dazu: "Ich stimme dem Lusa-Direktor Luís Miguel Viana vollkommen zu. Obwohl 'Stagnation' die Situation des Landes - in allen Bereichen - gut beschreibt, ist es doch eine Beschimpfung der Regierung und des Premierministers [José Sócrates], die alles tun, was in ihrer Macht steht, um die Portugiesen glücklich zu machen. Der Herr Direktor sollte am besten gleich einen Index verbotener Wörter bei Lusa anlegen. Vielleicht könnte man ihn auch bei den Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radiosender einführen. An erster Stelle sollte 'Rezession' verboten werden. 'Krise' sollte auch nicht gedruckt werden, vor allem nicht im Zusammenhang mit 'Politik' oder 'Wirtschaft'. ... Vielleicht sollten auch die Wörter 'Protest' und 'Streik' nicht weiter erlaubt sein, und möglichst auch 'Opposition' nicht. Alles zum Wohle der Nation."
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